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Einleitung
Jeden Oktober gibt die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekannt. 2025 ging der Preis an Joel Mokyr von der Northwestern University, Philippe Aghion vom College de France und Peter Howitt von der Brown University. Die drei wurden für ihre Arbeit zur Ökonomie der Innovation ausgezeichnet, insbesondere für die Erklärung, warum manche Volkswirtschaften über lange Zeiträume hinweg kontinuierlich wachsen, und die Antwort führt immer wieder auf die Schaffung und Anwendung neuer Ideen zurück.
Die große Frage, die sie zu beantworten versuchten
Für den Großteil der Menschheitsgeschichte war Wirtschaftswachstum schmerzhaft langsam. Mit der Industriellen Revolution veränderte sich etwas. Das traditionelle Solow-Wachstumsmodell besagte, dass Wachstum aus der Anhäufung von physischem Kapital stammt. Aber das Modell hatte ein Problem: Wenn man immer mehr Fabriken und Arbeiter hinzufügt, müsste das Wachstum aufgrund abnehmender Erträge abnehmen.
Was Aghion und Howitt hinzufügten
Philippe Aghion und Peter Howitt entwickelten das sogenannte Schumpeterianische Wachstumsmodell. Ihre wichtigste Erkenntnis war, dass Wachstum nicht durch das bloße Anhäufen von Dingen entsteht, sondern durch Innovation, die Dinge verbessert. Die Dampfmaschine hat die Pferdekutsche nicht ergänzt, sie hat sie ersetzt. Regierungen, die alte Industrien vor Disruption schützen, bremsen ihre Volkswirtschaften tatsächlich.
Was Joel Mokyr einbrachte
Joel Mokyr stellte dieselbe Frage aus historischer Perspektive. Was das England des 18. Jahrhunderts besonders machte, war nicht nur seine Fabriken oder Kohleminen. Es war eine spezifische intellektuelle Kultur, die nützliches Wissen schätzte, es frei durch wissenschaftliche Gesellschaften teilte und Handwerker mit Wissenschaftlern verband.
Schlussgedanken
Der Nobelpreis 2025 erinnert daran, dass die mächtigste Wirtschaftskraft weder Öl, noch Gold, noch Kapital ist. Es sind Ideen. Für Schüler, die über Karrieren in Wissenschaft, Technik oder Politik nachdenken, liefert die Forschung der Preisträger eine aufrichtig optimistische Botschaft: Der beste Beitrag, den man zur Wirtschaft leisten kann, könnte eine Idee sein, die noch nicht existiert.